1966: Claire die korsische Jeanne d’Arc und das Stück Antiphon von Djuna Barnes

Gestern Abend erlebten die Zuschauer im KULT einen Götter, Helden und Dämonen Abend bei dem durchweg starke Frauenfiguren im Vordergrund standen. Im ersten Teil begleitete die Geschichte Claire – eine junge Frau aus Basti auf Korsika. Sie kämpft 1966 für ihre persönliche Freiheit. Gegen Männergesellschaft und falsch verstandene Liebe. Gebrochen will Sie sich zunächst durch Selbsttötung ihrer Verantwortung für sich und die Frauen entziehen. Doch im letzten Akt wendet sie das Blatt und steigt aus dem Meer empor, um die Verantwortung für die Veränderung ihrer Welt aktiv  zu tragen. Im zweiten Teil gab es das Stück  Antiphon von Djuna Barnes zu sehen, dass sich aktiv mit Glauben und Polygamie auseinandersetze. Ein spannendes Bühnenexperiment mit einem flammenden Appell an die romantische Liebe: „Ein Mann hat ein Herz, genau für eine Frau“. So ist es Miranda aus Wyoming die am Ende nicht in eine polygame Beziehung zu einem Mann einwilligen muss, sondern sich für den einen richtigen Mann aufsparen darf.