4gewinnt am Schicksalsberg in Ghana und Thyestes von Seneca

Gestern Abend wurde es dunkel bei Götter, Helden und Dämonen: In der ersten Hälfte zeigte das Duo Fabian und Thomas die Geschichte von Djaffar im Jahr 1018 bei Akra in Ghana untermalt mit den Klängen von Matthias. Djaffar ist der tragische Held, der am Ende mit einem Kamel, dem in Gold gerüsteten spanischen Missionar Josef und dem Vater seiner geliebten Naomi am Kraterrand des Teufelsberges steht und die Schlacht gegen den mittelalterlichen Warlord Rakon und seine Söldner aufnimmt. Er überlebt die Schlacht nicht – es gelingt ihm aber Rakon mit in den Abgrund zu nehmen.

In der zweiten Hälfte wählte das Publikum den Thyestes von Seneca zu sehen. Ein römisches Stück im Stile einer griechischen Tragödie. Es blieb also dunkel. Atreos versucht die Schuld seines Großvaters Tantalus den Göttern gegenüber zu büßen. Doch die Furien des Hades verführen ihn dazu seinen eigenen Bruder Thyestes als Opfer zu bringen. Zeus und Hera verfolgen das Geschehen aus dem Olymp und tatsächlich kurz vor der Bluttat des Opfers greift Zeus in der Gestalt eines Schakals in die Geschichte ein. So bekehrt tritt nun Atreos vor seinen Bruder. Doch die Furien haben eben diesen ebenfalls aufgestachelt. Er streckt seinen Bruder nieder und schneidet dessen Herz als Sühne an die Götterwelt heraus. Doch der Deus-ex-Machina fährt herunter und macht dessen Bluttat rückgängig. Atreos lebt wieder und Thyestes erkennt seinen Irrtum: Sühne wird eben nicht mit dem Dolch getan!